Petersilie
Petersilie
Petroselinum crispum
Familie
Apiaceae
Note
Herz
Verwendeter Teil
Vor allem Samen; in geringerem Maß Blätter und Wurzeln
Extraktion
Wasserdampfdestillation
Pflanzenbeschreibung

Durch Wasserdampfdestillation aus Samen oder oberirdischen Teilen von Petroselinum crispum (Mill.) Fuss (Gartenpetersilie) gewonnen, einer zweijährigen Pflanze aus der Familie der Apiaceae, die aus Sardinien und dem östlichen Mittelmeerraum stammt und heute weltweit als Küchenkraut angebaut wird. Petersilie gehört zu den am häufigsten verzehrten Kräutern, ihr ätherisches Öl ist in der Aromatherapie jedoch vergleichsweise wenig verbreitet, vor allem wegen Apiol (20-40 % im Samenöl) — einem Phenylpropanoid mit abortiven und in hoher Dosierung nephrotoxischen Eigenschaften. Apiol wurde historisch als pflanzliches Abortivum verwendet und macht Petersiliensamenöl in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Nierenerkrankungen kontraindiziert. Das Profil des Blattöls ist milder und wird von Beta-Phellandren (50-60 %), Myristicin (10-20 %) und nur Spuren von Apiol geprägt. In der Aromatherapie wird Blattöl als karminativ, diuretisch, leicht emmenagog und als Harnwegsantiseptikum verwendet. Die kulinarische Bedeutung der Petersilie ist wesentlich größer als ihre aromatherapeutische. Grüne, krautige, frische und leicht phenolische Kopfnote.

Herkunft

Mittelmeerraum; weltweit kultiviert.

Verwendeter Teil

Vor allem Samen; in geringerem Maß Blätter und Wurzeln

Extraktionsmethode

Wasserdampfdestillation

Hauptanwendungen
  • Verdauung: karminativ, traditionell bei Blähungen und langsamer Verdauung.
  • Diuretisch: unterstützt die Ausscheidung überschüssiger Flüssigkeit.
  • Emmenagog: historisch zur Beeinflussung des Menstruationszyklus eingesetzt.
  • Parfümerie: grüne, krautige und erdige Note in einigen maskulinen Düften.
Rezepte & Mischungen
Frisch-grün

2 Tropfen Petersilie + 3 Tropfen Basilikum + 2 Tropfen Zitrone im Diffuser. Krautig-zitrische Mischung, die an frische Küchenkräuter erinnert und Räume anregend und frisch wirken lässt.

Kontraindikationen
IN DER SCHWANGERSCHAFT KONTRAINDIZIERT, da emmenagog und in hoher Dosis potenziell abortiv. Nicht hoch dosieren; Apiol kann in hoher Konzentration leber- und nierenschädigend wirken. Bei Nierenerkrankungen kontraindiziert. Innerliche Anwendung nur unter fachlicher Aufsicht.