Durch Wasserdampfdestillation aus getrockneten Wurzeln von Levisticum officinale W.D.J.Koch (Liebstöckel, Maggikraut) gewonnen, einer kräftigen mehrjährigen krautigen Pflanze aus der Familie der Apiaceae, die aus dem Nahen Osten stammt und in Mitteleuropa weitgehend eingebürgert ist, wo sie an feuchten Waldrändern und in Siedlungsnähe wächst — ein Relikt alter klösterlicher Heilpflanzenkulturen. Das phytochemische Profil wird von Phthaliden wie Ligustilid und Butylphthalid, Terpinenen und Phellandrenen dominiert, ergänzt durch Sesquiterpenlactone, die für den intensiven, an Sellerie erinnernden, aber kräftigeren Duft verantwortlich sind. Liebstöckel war eine wichtige Heilpflanze der mittelalterlichen europäischen Pharmakopöe und wurde als Diuretikum, Karminativum, Magenmittel und zur Verdauung fettreicher Speisen eingesetzt. In der modernen Aromatherapie wird er als mildes Nieren- und Diuretikatonikum, traditionelles Blutreinigungsmittel, starkes Karminativum und bei leichten Harnwegsbeschwerden verwendet. Er regt den Gallenfluss an und unterstützt die Eiweißverdauung. In Schwangerschaft und bei akuten Nierenerkrankungen kontraindiziert. Warme, krautige und scharfe Herz-Basisnote.
Südeuropa und Westasien; in Europa kultiviert.
Wurzeln, hauptsächlich, und Samen
Wasserdampfdestillation
2 Tropfen Liebstöckel + 2 Tropfen Fenchel + 2 Tropfen Pfefferminze in 20 ml Trägeröl. Nach dem Essen im Uhrzeigersinn auf den Bauch einmassieren, um die Verdauung zu unterstützen und Blähungen zu lindern.
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