Durch Wasserdampfdestillation aus den blühenden Spitzen von Lavandula latifolia Medik. (Speiklavendel, wilder Lavendel, Aspiklavendel) gewonnen, einem Strauch aus der Familie der Lamiaceae, der in trockenen, kalkreichen Mittelmeergebieten zwischen Meereshöhe und etwa 800 m vorkommt — in tieferen Lagen als Echter Lavendel (L. angustifolia) — von der Iberischen Halbinsel bis Mittelitalien und in den Maghreb. Speiklavendel ist botanisch sowohl vom Echten Lavendel als auch vom Hybrid Lavandin (L. × intermedia) verschieden. Er besitzt kürzere Blütenstände, breitere Verzweigungen und einen stärker kampferartigen, durchdringenden Duft. Das phytochemische Profil wird von 1,8-Cineol (25-35 %), Linalool (25-40 %) und Kampfer (10-20 %) dominiert — eine Dreierkombination aus antiseptischen Eigenschaften des Cineols, angstlösenden Eigenschaften des Linalools und analgetisch-rubefazierenden Eigenschaften des Kampfers. In der Aromatherapie wird Speiklavendel besonders bei Wunden, Insektenstichen und Muskelschmerzen eingesetzt, während L. angustifolia für beruhigende Anwendungen bevorzugt wird. In Schwangerschaft und bei kleinen Kindern kontraindiziert. Balsamische, frisch-mentholige und kräftige Kopf-Herz-Note.
Westlicher Mittelmeerraum (Spanien, Portugal, Südfrankreich).
Blühende Spitzen und Blätter
Wasserdampfdestillation
4 Tropfen Speiklavendel + 3 Tropfen Eukalyptus + 2 Tropfen Pfefferminze im Diffuser. Der hohe 1,8-Cineol-Gehalt macht Speiklavendel besonders geeignet für eine abschwellende Atemwegsmischung.
5 Tropfen Speiklavendel + 3 Tropfen Rosmarin + 2 Tropfen Kampfer in 30 ml Arnikaöl. Auf verspannte und schmerzende Muskeln einmassieren. Der natürliche Kampfergehalt verstärkt den schmerzlindernden Charakter.
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